
Handwerk, Zeit und Bedeutung
Mein Name ist Sándor Buz.
Ich bin Glasbläser, Kunsthandwerker und Gründer von Sanyi Glass Art.
Seit September 2012 arbeite ich autodidaktisch mit Borosilikatglas 3.3. In meiner Werkstatt entstehen handgefertigte Glasobjekte, die traditionelle Glasbläserkunst mit zeitgemäßer Formensprache verbinden. Meine Arbeit ist geprägt von Ruhe, Präzision und einem bewussten Umgang mit Material, Energie und Prozess.
Glas ist für mich kein dekoratives Medium, sondern ein lebendiges Material. Es reagiert auf Hitze, Zeit und Aufmerksamkeit – und verlangt Präsenz. Genau diese Haltung fließt in jedes Werk ein. Jedes Objekt entsteht Schritt für Schritt von Hand und ist ein Unikat.
Ich kombiniere Glas bewusst mit natürlichen Materialien wie Holz und setze Licht gezielt ein, um Tiefe, Struktur und Wirkung zu verstärken. Meine Arbeiten bewegen sich zwischen Kunst, Handwerk und Funktion – reduziert, klar und langlebig.
Neben meinen eigenen Produktlinien gebe ich mein Wissen weiter. In Workshops ermögliche ich Menschen, Glas selbst zu erleben und zu formen. Dabei steht nicht das perfekte Ergebnis im Vordergrund, sondern das bewusste Arbeiten mit den eigenen Händen. Viele Teilnehmende nehmen mehr mit als ein Objekt: Fokus, Ruhe und ein Gefühl von Verbindung.
Sanyi Glass Art steht für handgefertigte Qualität, ehrliche Materialien und Arbeiten mit Substanz. Nicht laut. Nicht beliebig. Sondern zeitlos und beständig.
Die Binden-Rune – das Zeichen hinter Sanyi

Die Binden-Rune ist mein persönliches Zeichen und das visuelle Fundament meiner Marke Sanyi.
Ich habe sie im Jahr 2015 selbst entworfen – als Ausdruck von Identität, Schutz und innerer Ausrichtung.
Ihre Wurzeln liegen im altgermanischen Futhark. Über einen Zeitraum von zwei Wochen intensiver gestalterischer und gedanklicher Arbeit verdichteten sich Form, Bedeutung und Struktur zu einem Symbol, das bis heute den Kern meiner Arbeit trägt.
Die erste physische Umsetzung dieser Rune erfolgte während einer Sonnenfinsternis, als ich sie in einen Herzstein eingravierte. Dieser Moment markierte ihre bewusste Weihe. Zwei Wochen später wurde sie unter dem Licht des Vollmondes erneut aktiviert.
Diese Abfolge – Neumond, Sonnenfinsternis, Vollmond – ist ein zentraler Teil ihrer Geschichte.
Sonne, Mond und Dualität
Ein zentrales Element der Rune ist die Sichelform, die direkt auf die Sonnenfinsternis verweist.
Rechts steht die Sonne – Sinnbild für den männlichen Aspekt: Aktivität, Klarheit, Ausrichtung und das Element Feuer.
Links davon der Mond – der weibliche Aspekt: Intuition, Empfänglichkeit, Tiefe und Wandel.
Sonne und Mond stehen hier nicht im Gegensatz, sondern in Ergänzung.
Gemeinsam bilden sie die Dualität, die allem innewohnt:
- Licht und Dunkelheit
- Aktivität und Ruhe
- Ordnung und Intuition
- Tag und Nacht
- Bewusstsein und Unterbewusstsein
Diese Polaritäten sind keine Gegensätze, sondern Kräfte, die sich gegenseitig bedingen und ausgleichen.
Die Form der Rune
Diese Symbolik spiegelt sich auch in der formalen Gestaltung der Binden-Rune wider.
Der linke, untere Bereich ist offen gestaltet – weich, empfangend, nach innen gerichtet. Er steht für den weiblichen Aspekt, für Ursprung, Intuition und innere Bewegung.
Der obere Bereich läuft spitz zu – klar, ausgerichtet und nach außen strebend. Er symbolisiert den männlichen Aspekt: Fokus, Struktur, Wille und Umsetzung.
Beide Formen sind untrennbar miteinander verbunden. Erst im Zusammenspiel entsteht Balance, Stabilität und Bewegung.
Aufbau und Kraft
Die Rune setzt sich aus den Buchstaben S A N D O R zusammen.
In ihrer Komposition sind 21 der 24 Runen des Futharks vereint. Die umschließende Form greift erneut die Energie der Sonnenfinsternis auf und ist eng mit dem Element Feuer verbunden – als Kraft der Transformation, Klärung und schöpferischen Wandlung.
Zwischen den Polen von Sonne und Mond, Offenheit und Ausrichtung, Weiblichem und Männlichem entsteht Spannung und Harmonie zugleich.
Genau diese Dynamik prägt auch meine Arbeit:
Handwerk und Kunst, Ruhe und Energie, Form und Bedeutung.
Diese Rune ist kein dekoratives Zeichen.
Sie ist Orientierung, Schutz und Signatur – und begleitet jedes Werk, das meine Werkstatt verlässt.

Seit Mitte 2024 wird die Rune zusätzlich durch Sonnenstrahlen ergänzt, um den Ursprung der Sonnenfinsternis klarer sichtbar zu machen. Weitere Darstellungsformen werden folgen – die Grundform der Binden-Rune bleibt jedoch unverändert und bildet dauerhaft das Herz meiner Marke.

Diese Rune ist kein dekoratives Zeichen.
Sie ist Orientierung, Schutz und Signatur – und begleitet jedes Werk, das meine Werkstatt verlässt.
Der Weg
Im April 2019 habe ich mich entschieden, den Jakobsweg zu gehen.
Nicht aus sportlichem Ehrgeiz, sondern aus dem Wunsch heraus, bewusst unterwegs zu sein.
Die Frage „Wo beginnt der Jakobsweg?“ hat für mich eine einfache Antwort:
Vor der eigenen Haustür.
Ich bin dennoch ein Stück weiter gegangen – mein Weg begann am Stephansplatz in Wien.
Insgesamt legte ich 3.200 Kilometer zu Fuß zurück.
117 Tage war ich unterwegs, davon 17 Tage in bewusster Ruhe.
Reine Gehzeit: 100 Tage von Wien bis Kilometer 0 in Finisterra – dort, wo Land, Meer und Horizont aufeinandertreffen.
Dieser Weg war mehr als eine Strecke.
Er war Reduktion, Begegnung, Stille und Klarheit.
Schritt für Schritt entstand Raum – für Gedanken, für Entscheidungen und für eine neue Beziehung zu Zeit und Material.
Details und persönliche Einblicke zu dieser Reise werde ich nach und nach hier teilen.

Walking 4 animals
Im Jahr 2021 habe ich mich erneut für einen Weitwanderweg entschieden.
Dieses Mal führte mich der Weg in die entgegengesetzte Richtung – nach Rumänien, in mein Heimatland.
Der Auslöser dafür war eine Begegnung im Jahr zuvor.
Im Oktober lernte ich über den Tierschutzverein Robin Hood das Tierheim in Reghin (RO) kennen. Was ich dort sah, hat mich tief berührt – und zu einer Entscheidung geführt, die mein Leben verändert hat.
Ich adoptierte einen Hund aus diesem Tierheim und beschloss, den Weg nicht allein zu gehen, sondern gemeinsam mit ihm.
Sein Name ist Gyango. Er berührte mein Herz vom ersten Augenblick an – ruhig, präsent, wachsam.
Im selben Jahr folgte eine zweite Adoption: Aurika, ebenfalls aus dem Tierheim in Reghin.
Beide Hunde sind seither Teil meines Lebens und meiner Wege geworden.
„Walking 4 Animals“ steht für mehr als eine Wanderung.
Es ist ein bewusstes Gehen für jene, die keine Stimme haben – und ein Zeichen dafür, dass Verantwortung, Mitgefühl und Handeln zusammengehören.

Manche Wege geht man nicht für sich selbst – sondern für andere.